HUDDLE Nr. 24 vom 17.06.1999

Eine Nummer zu groß

Rhein Fire stoppt Berlins Siegesserie

Der kurze Höhenflug von Berlin Thunder fand am Samstag Abend ein jähes Ende. Mit einer 0:29-Heimniederlage fand der Liga-Neuling in Titelverteidiger Rhein Fire im wahrsten Sinne des Wortes seinen Meister. Gegen das »kompletteste Team der Liga« (O-Ton Head Coach Wes Chandler) wirkte Thunder regelrecht hilflos, vor allem im Angriff. Nach dieser Niederlage haben die Berliner nur noch theoretische Chancen auf den zweiten Tabellenplatz.

 

Rekordflut in Barcelona

Dragons mit einem Bein im World Bowl

Neue NFL-Europe-Rekorde für erlaufene Yards in einer Saison und erlaufene Touchdowns in einer Saison sowie das größte Comeback in der Geschichte der Liga - beim 42:35-Sieg der Barcelona Dragons gegen die Scottish Claymores gab es gleich mehrere Rekorde zu feiern, zumindest für die Dragons, die nach diesem Erfolg mit einem Bein im World Bowl stehen. Den Gästen fehlte nach einer starken ersten Halbzeit in der Schlußphase die Substanz, um Barcelonas Angriff in Schach zu halten.

 

Noch zwei weitere Jahre

Aufatmen bei den einen, Verzweiflung bei den anderen. Nach Ansicht seines Agenten Marvin Demoff wird Dan Marino, Quarterback-Legende der Miami Dolphins, den Fans des Clubs aus dem Süden Floridas aller Wahrscheinlichkeit nach zwei weitere Jahre als Stamm-Spielmacher erhalten bleiben. »Die Chancen stehen sehr gut. Die definitive Entscheidung wird in den nächsten zwei Wochen fallen«, so Demoff. Allerdings sind längst nicht alle Dolphins-Fans mit der Rolle Marinos glücklich, manch einen beschleicht schon das Gefühl, der Quarterback-Veteran sei auf dem Weg zurück an die Spitze eher hinderlich als förderlich.

 

Grovesteen erlegt die Crocodiles

One-Man-Show des Kieler Quarterbacks

Die Heimpremiere der Cologne Crocodiles ging grndlich daneben, sie unterlagen den Kiel New Yorker Hurricanes mit 28:38. Crocodiles-Head-Coach Kirk Heidelberg hatte vor dem Spiel zu Recht auf die ¯Schlacht der Quarterbacks® hingewiesen: Der Kieler Spielmacher Tyler Grovesteen markierte gleich vier Touchdowns fr sein Team und verhalf somit seiner Mannschaft zum Sieg.

 

Mit Hilfe von oben

Galaxy hält Anschluß an Dragons

Alles gleicht sich im Leben irgendwie aus. Waren im Hinspiel die Frankfurter mächtig sauer auf die Schiedsrichter, weil ein angebliches Foul einen Touchdown verhindert hatte und deshalb die Amsterdam Admirals mit 17:13 siegten, so spuckte diesmal Al Luginbill, Cheftrainer der Niederländer, Gift und Galle in Richtung der Unparteiischen. Kurz vor Schluß stürmte er sogar aufs Feld, um seinem Unmut lautstark Luft zu machen. »Jeder, der nur einen Funken Verstand hat, hätte genauso reagiert«, schimpfte Luginbill in der Pressekonferenz. Umstrittene Entscheidungen der Referees hatte er als wesentlichen Grund ausgemacht, daß seine Mannschaft vor 36.000 Zuschauern im Frankfurter Waldstadion gegen die Galaxy mit 14:21 verlor.

 

Die Geschichte der Atlanta Falcons - Teil 7

Dicht vor dem großen Coup

Aus der »grauen Maus« wird 1998 überraschend ein Titelanwärter

In den Jahren von 1983 bis 1990 hatten die Atlanta Falcons in sieben von acht Spielzeiten den letzten Tabellenplatz der NFC West inne gehabt - in den acht Jahren seither kein einziges Mal mehr! Das macht natürlich noch kein Spitzenteam aus, zumal nur dreimal in jenen Jahren die Playoff-Qualifikation gelang. Doch ist die Verbesserung nicht nur sporadisch, sondern konstant.

 

Troy Aikman: »Wir sind stärker als vor einem Jahr«

Der Quarterback der Dallas Cowboys sieht seinen Club im Aufwind

Zwecks Aufwertung seiner NFL-Europe-Übertragungen in den USA heuerte der Fernsehsender FOX, der die NFL-Europe-Übertragungen produziert (diese werden von den europäischen Partner-Stationen wie DSF übernommen), einige Stars aus der NFL als prominente Co-Kommentatoren an. Mit dabei war Troy Aikman, Quarterback der Dallas Cowboys, der unter anderem die deutschen Duelle Rhein Fire gegen Frankfurt Galaxy und Berlin Thunder gegen Rhein Fire kommentierte.

 

Schwere Zeiten im Süden

Das Medieninteresse steigt, aber die Entwicklung stockt - vor allem in Bayern

Sinkende Mitgliederzahlen, überschuldete Vereine, immer mehr Teams, die sich vom Spielbetrieb abmelden - und kaum noch Jugendmannschaften. Seit einigen Jahren schon hält dieser Abwärtstrend in den deutschen »Südstaaten« an, und ein Ende dieser traurigen Entwicklung ist noch nicht abzusehen.

 

World-Bowl-Trauma

Thunder und die geschürten Erwartungen

Von einem Experiment der NFL Europe darf man wohl nicht sprechen. Mit der Ernennung von Berlin zum dritten Stützpunkt der NFL im fernen Europa konnten die Verantwortlichen bereits auf Erfahrungen und vor allen Dingen Erfolge auf dem anderen Kontinent, gerade in Deutschland, zurückblicken und aus ihnen schöpfen. Und da jeder weiß, daß in dieser Liga einiges anders ist als in der Mutterliga und auch alles möglich, wurde der frischgebackene General Manager Michael Lang nicht müde, vor Saisonbeginn sein Team als eine Art Titelfavoriten auszugeben.

 

Football bringt mir Action und Spaß...

Offensive Lineman René Pitzner ist vom Football-Virus nicht zu heilen

»Am Football schätze ich die Strategie und den Zusammenhalt. Im Vergleich zum Fußball ist er körperbetonter, und die Spieler zeichnen sich durch einen höheren Teamgeist aus«, so bilanziert René Pitzner, Offensive Lineman der deutschen Nationalmannschaft die Vorzüge des Footballs gegenüber der Sportart Nummer eins in Deutschland. An sich und seinen Kameraden schätzt er, daß sie nur aus reinem Spaß an der Sportart spielen.

 

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